VERHALTEN 

 

Viele Hundebesitzer*innen haben es schon einmal gesehen, wie sich ein anderer Hund an der Leine wie eine aggressive Bestie verhält, sobald sich ein anderer Hund nähert; sich in die Leine hängt mit fletschenden Zähnen und dem schönsten Verbellen, was der Hund im Repertoire hat. Für Außenstehende dann völlig unverständlich zu sehen, wie derselbe Hund sich entspannt im Hundefreilauf mit Artgenossen zeigt. Als Hundebesitzer*in so eines Hundes ist es nicht leicht und meistens haben diese (gegen die Annahme Außenstehender) schon mehrere Hundeschulen, Seminare oder Hundetrainer hinter sich. Was ist also nicht ganz rund gelaufen?

 

 

URSACHEN 

 

Viele Hunde, die dieses Verhalten zeigen, sind sensibler als angenommen. Es nervt sie unglaublich ständig Impulse von der Leine zu bekommen. Das beginnt meistens schon im Leinenführigkeitstraining, bei dem die Leine immer kürzer gehalten wird, um den Hund in die richtige Position zu drücken. Wie soll es ein Hund schaffen, an lockerer Leine zu gehen, wenn diese vom Hundehaltende(n) selber stramm gehalten wird? Durch das Beiläufige im Gehen entstehende Arm vor und zurück schwenken ist bei jedem Schritt mit kurzer Leine ein kleiner Ruckimpuls für den Hund spürbar. Einmal bitte vorstellen, wie jemand mit dir spazieren geht und dich an der Handtasche Turnbeutel / Rucksack im gewohnten Gang festhält und noch nicht mal zieht. Im Gleichschritt vielleicht noch erträglich und trotzdem unangenehm. Das dann jeden Tag mehrmals, am besten noch über mehrere Stunden. Daraufhin beißt der Hund meistens in die Leine oder springt an der Seite hoch, um seinen Frust mitzuteilen. Also noch kürzer halten und wenn sein Frust spürbar wird, einen kurzen echten Ruck empfehlen immer noch sehr viele Hundetrainer*innen in so einer Situation oder das "scht", als Vorankündigung zum Schmerz in die Schulter, in die Flanke oder eben ein beherzter Ruck. Klar funktioniert das auch bei vielen Hunden und manche fangen auch gar nicht erst an zu diskutieren, manche werden schmerzresistent und andere drehen einfach durch. Um der Krafteinwirkung etwas entgegenzuwirken, empfehle ich auch in solchen Fällen einen guten (ohne Stoff ummantelten) Ruckdämpfer. Zusätzlich ist zu beachten, wie weit die Individualdistanz zwischen Hund und Hundehalter*in ist. Ein weitere häufiger zusätzlicher Aspekt ist ein schönerer; die Hunde haben von Anfang an zwar viele unterschiedliche Hunde kennengelernt, wurden allerdings, wenn überhaupt mit einem beherzten Griff ins Geschirr/Halsband aus diesen Begegnungen (meist nach völlig auf gepushten "Spiel") rausgeholt. Die ersten frustrierenden Bausteine für eine Leinenaggression sind nun auch hier vorhanden. Natürlich werden nicht alle Hunde deswegen zum Leinenaggressor, sondern nur die, die es nervt. Wenn die Leinenführigkeit also nicht gut funktioniert und der Hund gerne zu anderen Hunden hinzieht, ist ein regelmäßiger kräftiger Ruck meist schon unterbewusste Gewohnheiten, dadurch entsteht Schmerz jedes Mal, wenn diese Hunde andere Hunde an der Leine sehen, den sie glücklicherweise nicht im Freilauf auf andere Hunde beziehen, sonst wären wir bei einer Hund-Hund-Aggression, die oft noch andere und mehr als "der Hund wurde mal gebissen" Hintergründe hat. Also, liebe Hundebesitzer*in arbeitet mit Herz, gesundem Bauchgefühl und Lob und weniger mit "der Hund funktioniert nicht, also maßregel ich ihn". Ich helfe euch gerne dabei.

TeamWalk - plietsches Hundetraining in Hamburg

 

Maren Wohlfeil

Hundetrainerin und Verhaltensberaterin IHK | BHV 

 

Team Walk | Maren Wohlfeil | Hamburg

E-Mail: maren@team-walk.de

Tel.: 0162 79 133 78

 

Anerkennung als Sachverständige in der Gehorsamsprüfung 

nach  §§ 2 und 7  (HundeGDVO)

 

Achtung! Für jeden Hundetrainer ist diese Genehmigung Pflicht:

Bundesweite Genehmigung nach § 11 Abs. 1 Nr.8 Buchstabe f TschG

Die gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden gemäß § 11 Absatz 1 Nummer 8 f Tierschutzgesetz (TierSchG) ist nach Novellierung des TierSchG zum 01.08.2014 erlaubnispflichtig. Es ist der Nachweis der Sachkunde für das Ausbilden, Training, Verhaltenstherapie und Beratung im Hundetraining zu erbringen. Die zuständigen Veterinärämter müssen die Sachkunde der Gewerbetreibenden prüfen.